Monsteras

Monsteras gehören zur Familie der Aronstabgewächse (Araceae) und stammen ursprünglich aus den tropischen Regenwäldern Mittel- und Südamerikas. Die Gattung Monstera umfasst zahlreiche kletternde Pflanzenarten, die vor allem durch ihre großen, dekorativen Blätter bekannt geworden sind. Charakteristisch für viele Monstera-Arten sind die typischen Blattfenster und tiefen Einschnitte, die sich mit zunehmendem Alter der Pflanze entwickeln.

In ihrer natürlichen Umgebung wachsen Monsteras meist als sogenannte Hemiepiphyten. Sie keimen am Boden des Regenwaldes und klettern anschließend mit Luftwurzeln an Bäumen empor, um mehr Licht zu erreichen. Diese Wuchsform erklärt, warum Monsteras in der Zimmerpflanzenhaltung Rankhilfen wie Moosstäbe oder Pflanzstützen bevorzugen. Gleichzeitig mögen sie ein lockeres, gut durchlässiges Substrat und eine gleichmäßige, aber nicht zu starke Wasserversorgung.

Monsteras zählen heute zu den beliebtesten Zimmerpflanzen weltweit. Sie überzeugen nicht nur durch ihr tropisches Erscheinungsbild, sondern auch durch ihre vergleichsweise unkomplizierte Pflege. Ein heller Standort ohne direkte Mittagssonne, eine erhöhte Luftfeuchtigkeit und regelmäßiges, maßvolles Gießen fördern ein gesundes Wachstum und die Ausbildung ihrer charakteristischen Blätter.
👁Die wichtigsten Faktoren auf einen Blick:
- Schwierigkeitsgrad: einfach bis mittel
- Licht: hell bis sehr hell, indirekt
- Wasser: gleichmäßig leicht feucht
- Luftfeuchte: mittel bis erhöht
- Substrat: luftig und durchlässig
📝Merkmale:
- Große, glänzende, herzförmige Blätter
- Mit zunehmendem Alter entstehen die charakteristischen „Fenster“ (Schlitze und Löcher)
- Kletterpflanze mit Luftwurzeln (braucht Unterstützung wie Moosstäbe)
💚Beliebte Arten:
- Monstera deliciosa (große, tief geschlitzte Blätter, robust und pflegeleicht, perfekt für Einsteiger)
- Monstera deliciosa „Variegata“ (weiß-grün panaschierte Blätter, etwas empfindlicher, braucht viel Licht)
- Monstera adansonii (kleinere Blätter mit vielen Löchern, rankend oder hängend)
- Monstera borsigiana (oft als kleinere, schneller wachsende Variante der Monstera deliciosa angesehen, mit etwas schmaleren Blättern und kletterndem Wuchs)
- Monstera ‘Burle Marx’s Flame (sehr seltene Sammlerpflanze mit schmalen, tief eingeschnittenen, flammenartig wirkenden Blättern; kletternd und eher langsam wachsend)
🏠Standort in der Wohnung:
- Heller Platz mit indirektem Licht
- Nähe zu einem Ost- oder Westfenster
- Auch einige Meter von einem Südfenster entfernt möglich
- Direkte, starke Mittagssonne vermeiden, da es sonst zu Blattverbrennungen kommen kann
- Zu dunkle Ecken wiederrum sorgen für ein langsames Wachstum und es entstehen wenig bis keine „Fenster“
- Temperatur: ideal sind 18 – 27°C
- Luftfeuchtigkeit: mittel bis hoch (typisch Wohnzimmer reicht meistens aus)
- Tipp: Je heller (ohne direkte Sonne), desto größer und gesünder die Blätter
💦Gießen:
- Monsteras mögen es gleichmäßig feucht, aber nicht nass
- Erst gießen, wenn die oberen 2-3 cm Erde trocken sind
- Zimmerwarmes, kalkarmes Wasser verwenden (am besten Regenwasser)
- Im Sommer: ca. 1 – 2x pro Woche
- Im Winter: deutlich weniger
- Staunässe unbedingt vermeiden (zum Beispiel über eine Drainage), da es sonst zu Wurzelfäule kommen kann
- Tipp: gelegentliches Besprühen der Blätter erhöht die Luftfeuchtigkeit
🤎Erde/Substrat:
- Richtige Erde sorgt für gesunde Wurzeln und kräftiges Wachstum
- Ideal ist ein luftiges, durchlässiges Substrat (z.B. Pinienerde, Perlit, Kokosfasern, hochwertige Erde)
💩Dünger:
- Frühling bis Herbst: alle 2 Wochen (Flüssigdünger für Grünpflanzen)
- Winter: kaum bis gar nicht
- Tipp: nicht überdüngen (gelbe Blätter können ein Zeichen für zu viel Dünger sein)
Pflege:
- Umtopfen: alle 1-2 Jahre
- Stütze: Moosstab oder Rankhilfe für schönes Wachstum
🆘Häufige Probleme:
- Gelbe Blätter > zu viel Wasser oder zu viel Dünger
- Braune Spitzen > trockene Luft oder unregelmäßiges Gießen
- Keine Blattlöcher > zu wenig Licht
❄️Winterpflege:
- Gießmenge reduzieren
- Düngung anpassen
- heller Standort
🌿Allgemeiner Pflegehinweis:
Für langfristig gesunde Pflanzen empfiehlt sich die Kombination aus organischer und mineralischer Düngung, da beide Systeme unterschiedliche Vorteile für Wachstum, Mikrobiologie und Nährstoffverfügbarkeit bieten. Zusätzlich sollte der pH-Wert des Gießwassers regelmäßig kontrolliert und je nach Pflanzengattung angepasst werden, da er direkten Einfluss auf die Aufnahme von Nährstoffen hat. Auch der Leitwert (EC) des Wassers sollte an die jeweilige Pflanzengruppe, Größe und Wachstumssituation angepasst werden.
Stehen Pflanzen dauerhaft unter Zusatzbeleuchtung und bleiben Licht, Temperatur und Luftfeuchtigkeit auch im Herbst und Winter konstant, kann die Pflege häufig ähnlich wie während der sommerlichen Wachstumsphase fortgeführt werden. Dazu zählen insbesondere Gießverhalten, Düngung und allgemeine Wachstumsbedingungen.Blätter und Neuaustriebe sollten regelmäßig auf Schädlinge kontrolliert werden, da ein früher Befall deutlich einfacher zu behandeln ist. Bei festgestellten Schädlingen empfiehlt sich eine schnelle Isolation der betroffenen Pflanze, um eine Ausbreitung zu vermeiden. Zur Vorbeugung und Behandlung bevorzugen wir den Einsatz von Nützlingen und biologischen Maßnahmen. Stärkere Pflanzenschutzmittel sollten möglichst nur im Ausnahmefall und gezielt eingesetzt werden.
Bei Schädlingsbefall können Blätter vorsichtig abgespült werden. Dabei sollte möglichst verhindert werden, dass belastetes Wasser in das Substrat gelangt.

Kieler Straße 18, 42107 Wuppertal

Öffnungszeiten (ab 22. Juni)

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